Marilyn Monroe

Zeichnung: © Gabi Neumann-Schirmbeck
Zeichnung: © Gabi Neumann-Schirmbeck

Marilyn Monroe, mit bürgerlichem Namen Norma Jean Baker, wurde am 1. Juni 1926 in Los Angeles als Tochter einer ledigen Filmcutterin geboren.

Eine schizophrene Mutter, ein verschollener Vater, Waisenhäuser und verschiedene Pflegefamilien kennzeichnen das Trauma ihrer Kindheit.

Sie zählt heute als Film-Diva, Sex-Symbol und Mythos zu den populärsten Vertreterinnen des amerikanischen Kinos. Sie war dreimal verheiratet.

Der Prinz und die Tänzerin und Anna Freud

Ihr dritter Ehemann wurde der Bühnenautor Arthur Miller. Während dieser Ehe drehte sie in London den Film " Der Prinz und die Tänzerin". Ihr Filmpartner war der berühmte britische Schauspieler Sir Laurence Olivier. Während der Dreharbeiten kam es zu großen Spannungen, weil Sir Laurence Olivier Marilyn herablassend behandelte und mit ihr auf schauspielerischer Ebene konkurrierte, anstatt zusammenzuarbeiten. Marilyn reagierte schwerst depressiv. Von einer Fehlgeburt während dieser Zeit wird auch berichtet. Sie begab sich kurzzeitig in Behandlung bei Anna Freud.

Marilyns Erbe

1960 war sie bereits von Tabletten abhängig, die sie morgens aufputschten und nachts schlafen ließen. Die Folgen waren permanente Gefühlschwankungen, Müdigkeit und Gedächtnisverlust. Die dritte Ehe zerbrach und Marilyn wurde von ihrer amerikanischen Analytikerin in die Psychiatrie eingewiesen. Bei Filmarbeiten war sie kaum im Stande ihren Text für wenige Minuten zu behalten.

Ihre folgende Freundschaft oder Liebesbeziehung mit dem Präsidenten John F. Kennedy und seinem Bruder und Justizminister Robert beschäftigt noch heute die Gemüter. Sie wurde in der Nacht vom 4. zum 5. August 1962 bewusstlos aufgefunden und am Morgen des 5. August offiziell für tot erklärt. Die Umstände ihres Todes geben Anlass für spekulative Theorien, bei denen politische Motive eine Rolle spielen.

Als Marilyn starb, hinließ sie ein Vermögen von 1,6 Millionen Dollar. 25 % davon vermachte sie ihrer Psychoanalytikerin Dr. Kris. Als Dr. Kris 1980 starb, vermachte sie diese 25 % dem Anna Freud Zentrum in London.