Gute gesunde Schule

Koordination: Grit Wagner g.wagner(at)anna-freud-osz.de

Die Idee der Profilklasse Gesundheit

In der Anna-Freud-Fachschule für Sozialpädagogik wurde mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 eine „Profilklasse Gesundheit“ mit über 20 Studierenden des ersten Semesters eingerichtet. In der Profilklasse „Gesundheit“ bildet das Begriffspaar „Bildung und Gesundheit“ im gesamten Ausbildungsgang den Schwerpunkt. Die Idee der „Profilklasse Gesundheit“ ist infolge der zweijährigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Gesundheitsangeboten innerhalb des Landesprogramms für die Gute gesunde Schule entstanden.

Leitgedanke

Mit der „Profilkasse Gesundheit“ soll es der Anna-Freud-Fachschule ermöglicht werden, Gesundheit zum Profil ihrer Schule zu machen und einen Schulentwicklungsprozess einzuleiten, der das übergeordnete Ziel hat, die Bildungsqualität von angehenden Erziehern und Erzieherinnen zu steigern.

Gesundheit wird dabei sowohl als Produkt als auch als Funktionsmerkmal der schulischen Ausbildung von angehenden Erziehern und Erzieherinnen verstanden.

Kernstrategien

  • Herstellung von gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen in der Schule: Arbeits- und Lernplatz bezogene Gesundheitsförderung für alle Beteiligten
  • Verankerung von Gesundheit für den Lernbereich 4 im Sinne eines Modell-Curriculums. Modell-Curriculum meint, dass das Curriculum in Aufbau und Ausführung vollständig, aber leicht adaptierbar für andere Fachschulen ist.
  • Herausstellung von fächer- und lernbereichsübergreifenden Qualitäts-merkmalen für die Profilbildung „Gesundheit“ (Qualitätsentwicklung)
  • Einführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen 
  • Förderung der individuellen Gesundheit der schulischen Beteiligten: Stärkung der eigenen Gesundheit befähigen
  • Aufbau von Gesundheitskompetenz: Wissen über Gesundheit (z.B. Salutogenese oder gesetzl. Bestimmungen zum Arbeitsschutz)
  • Vernetzung der Anna-Freud-Fachschule mit Kooperationspartner (Landesprogramm Gute gesunde Schule, Kitas bewegen)

Prozessstrategien

  • Profilwirkung: Systematische Verbindung von Schulentwicklung und Gesundheitsförderung, indem sowohl durch Lerneinheiten das gesundheitsförderliche Verhalten und Wissen der Studierenden gefördert und gestärkt wird, als auch durch Entwicklungsprozesse in der Schulorganisation Veränderungen der Verhältnisse in den Schulen angestrebt werden.
  • Tiefenwirkung: Gesundheit im Schulleben und in der Lernkultur soll modellhaft als spezifische Qualität für die Ausbildung angehender Erzieher und Erzieherinnen installiert werden.
  • Breitenwirkung: Eine schon in der Ausbildung frühzeitig einsetzende und kontinuierliche Förderung der Gesundheit hat die besten Aussichten auf Nachhaltigkeit im späteren Berufsleben und der damit verbundenen Transferwirkung in die Settings der jeweiligen Bildungsstätten hinein.

Interventionsstrategien der gesundheitsfördernden Angebote und Maßnahmen:

  • Innenperspektive: Übergeordnetes Ziel ist die Verbesserung der Ausbildungsqualität mit Hilfe von Gesundheit, was Gesundheit in der Praxis zu einem wesentlichen Bestandteil des Schullebens macht. Gesundheit wird mit gezielten Maßnahmen und Angeboten als ein umfassendes individuelles, soziales und berufliches Handlungsfeld in der Schule angeboten.
  • Außenperspektive: Kooperation und Vernetzung der schulischen Ausbildung mit dem Lernort Kita und Schule (insbesondere mit den Projektkitas) durch Hospitationen und Praktika.