Profil der Anna-Freud-Schule

Unterrichten bedeutet nicht nur, den Lernenden Fakten zu präsentieren, es bedeutet auch, sie dazu zu bringen, sich für die Welt zu interessieren und viel darüber erfahren zu wollen. Das ist ein geistiger Zustand. Wenn man Kinder herausführen soll, muß man sie dazu bewegen, mit einem zu gehen. Die besten Lehrer aber bringen ihre Kinder dazu, die Initiative zu ergreifen, um sich selbst herauszuführen. Natürlich verfügt ein Lehrer über einen Fundus von Fakten, den er seinen Schülern mitteilen sollte. Doch es geht darum, wie er das macht. Die Schüler können ihm beibringen, wie er sie erreichen kann, wie ihre freudige Zustimmung zu erlangen ist.

Leitbild

1. Guter Unterricht

Methodenvielfalt, Handlungsorientierung und Kreativität sind die wesentlichen Grundlagen für erfolgreichen Unterricht. Die Studierenden und Schüler/innen gestalten ihre Ausbildung aktiv und eigenverantwortlich mit. Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten zusammen. Offenheit, fachlicher Austausch und Wertschätzung prägen das kollegiale Miteinander.

2. fachliche und sozialer Handlungskompetenzen

Leistungsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und Selbstvertrauen sowie ein hohes fachliches Niveau sind für uns wichtige Merkmale eines erfolgreichen Bildungsprozesses und stehen im Mittelpunkt unserer schulischen Ausbildung.

3. Schulatmosphäre

Das Schulklima soll allen Beteiligten Identifikation mit den Ausbildungszielen ermöglichen. Eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten sowie die individuelle Beratung, Begleitung und Förderung sind Grundpfeiler der pädagogischen Arbeit der Anna-Freud-Schule

4. Praxisbezogenheit

Die zielgerichtete Zusammenarbeit mit Praxiseinrichtungen und unterschiedlichen Institutionen ist selbstverständlicher Bestandteil der Ausbildung. Die Anna-Freud-Schule steht in ständigem Dialog mit den Praxisbereichen, für die sie ausbildet. Sie trägt zur fortwährenden Ergänzung der fachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen des zukünftigen Personals in den entsprechenden sozialen Einrichtungen bei.

5. Miteinander und voneinander lernen

Offenheit gegenüber neuen Ideen, die Weiterentwicklung von Traditionen sowie Freiräume für Kreativität fördern ein Schulklima, das von gegenseitiger Achtung Lehrender und Lernender bestimmt ist.

6. Zielorientierte Führung

Die Schulleitung setzt sich für eine lebendige Schulgemeinschaft ein und wird dabei von Fachbereichs- und Fachleitungen unterstützt. Sie vermittelt zwischen verschiedenen Interessen und Interessensgruppen im Blick auf das gelingende Ganze. Die Schulleitung führt zielorientiert und initiiert Weiterentwicklung.

 

Seit 1985 trägt die Schule auf Wunsch des Kollegiums den Namen der Psychoanalytikerin Anna Freud (1895-1982), Mitbegründerin der Kinderanalyse in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts und Wegbereiterin einer psychoanalytisch inspirierten Pädagogik.

Die Anna – Freud – Schule ist eine allgemein- und berufsbildende Schule mit psychologisch-pädagogischem Schwerpunkt, an der man folgende Abschlüsse erwerben kann:   

  • die staatliche Anerkennung als Erzieherin oder Erzieher an der Fachschule für Sozialpädagogik
  • die allgemeine Fachhochschulreife an der Fachoberschule für Sozialwesen
  • die allgemeine Hochschulreife in der gymnasialen Oberstufe.

Alle Bildungsgänge der AFO sind charakterisiert durch die Lehre vom Menschen, die bei uns in den Fächern  

besondere Berücksichtigung findet. 

Für die einzelnen Abteilungen bedeutet das:

  • in der Fachschule für Sozialpädagogik sind Psychologie und Pädagogik zentrale Inhalte zur Vorbereitung auf den Erzieherberuf;
  • in der Fachoberschule für Sozialwesen sind Psychologie und Pädagogik prüfungsrelevante Fächer, die in einem begleitenden Praktikum im Berufsfeld vertieft werden;
  • in der gymnasialen Oberstufe gehören Psychologie, Pädagogik und Sozialwissenschaften (als Profil- und Leistungskurse, z.T. auch als Grundkurse) zum Angebot.

Schulprogramm

Unser aktuelles Schulprogramm finden Sie hier.